Nur noch drei fünfte Klassen
An der Marie wird es im neuen Schuljahr nur noch drei fünfte Klassen geben, die jeweils etwa 23 Schüler haben sollen. Das haben der Schulleiter und die Lehrer entschieden. Die Eltern der betroffenen Klasse 4d sollen eng in den Prozess der Aufteilung einbezogen werden.
Grund für die Aufteilung ist der Weggang von 14 Schülern an weiterführende Schulen. Dadurch sinkt die Schülerzahl stark.
Am Freitag hatten sich die Elternsprecher der vierten Klassen mit Schulleiter Jürgen Zipperling getroffen, auch andere besorgte Eltern waren anwesend. Es wurde mitgeteilt, dass die Schulaufsicht auf keinen Fall so genannte “unterfrequente Klassen” genehmigen werde. Das sind Klassen, die weniger als 23 Schüler haben. Unsere vierten Klassen hätten (wenn man sie so ließe) in der fünften Schülerzahlen zwischen 14 und 20 Kindern.
In dem Gepräch hieß es, dass die Klasse 4d aufgelöst werde. Es ist die Klasse mit Integrationskindern, deren Lehrerin eine neue erste Klasse übernehmen wird. Wie die Klasse konkret aufgeteilt wird, ist noch nicht entschieden. Der Schulleiter hat versprochen, die Eltern der 4d zusammen mit den Sprechern der vierten Klassen einzuladen.
Fällt auch Förderunterricht weg?
In dem Gespräch mit dem Schulleiter hatte ursprünglich geklärt werden sollen, was pädagogisch die beste Lösung für die künftigen Fünften sein sollte: Belassen oder Aufteilen? Mit dem Hinweis auf die Schulaufsicht hatte sich dieses Thema erübrigt. Die Etern haben darauf gedrungen, dass es auch in der fünften Klasse AUF JEDEN FALL DIE MÖGLICHKEIT ZUM FÖRDERUNTERRICHT GEBEN SOLLE. Der Schulleiter hat dem zugestimmt, sagte aber zugleich, Förderung solle grundsätzlich in der Klasse stattfinden.
Das Schulgesetz sieht übrigens einen Zwang zur Auflösung NICHT vor. Dort heißt es, die Schule soll begründen, warum sie Klassen unterfrequent führen wolle – die Entscheidung treffe dann die Schulaufsicht. Allerdings würden derzeit unterfrequente Klassen generell NICHT zugelassen, lautete die Auskunft des Schulleiters. Hintergrund ist, dass es an unserer Schule und in Berlin generell Probleme mit der Lehrerversorgung gibt.