Die 5d von Sabine Weiche hat bei Pimp My Pankow 400 Euro für ihr Müllprojekt gewonnen. Schöner noch ist, dass der Rap von Luca, Marvin und Robert der beste Projektvortrag war – die meisten hatten nur (mehr oder weniger langweilige) Powerpoints gezeigt. Die drei von dem Müllprojekt waren sogar bei TV Berlin zu sehen. Alle 13 Teilnehmer hatten Geldpreise gewonnen.
Die 5d hat mit ihrem scan your trash (Schau auf deinen Müll) wahrscheinlich auch deshalb so gut abgeschnitten, weil es eines der ganz wenigen gesellschaftlichen Projekte war. Die meisten anderen Schulen hatten sich um sich selbst gekümmert – die 5d hatte ein Konzept für eine Stadt mit weniger Müll vorgelegt. Die Pimp my Pankow-Leiterin Jeanette Münch empfahl, sich bei der BSR mit dem Projekt zu bewerben.
Das Bezirksamt Pankow hatte Kinder und Jugendliche unter dem Titel “Pimp my Pankow” aufgefordert, Ideen für den Stadtteil zu entwickeln. Und die 5d von Sabine Weiche ist mit einem spannenden Müllprojekt dabei.
Eigentlich wollten die Jungs aus der 5d ja lieber einen umzäunten Fußballplatz haben. Aber die Mädchen aus Weiches Klasse haben dem Ganzen gleich einen gesellschaftlichen Dreh gegeben: Scan your trash! Schaut auf euren Müll! Die Mädchen aus der 5d finden es unmöglich, dass hier überall so viel Müll rumliegt.
Mila (10) sagt, die Jungsidee sei nicht so toll gewesen. „Aber dann haben wir schnell ein neues Projekt gefunden. Lustige Mülleiner mit hübschen Gesichtern drauf. Denn Mülleimer müssen einfach auch anders aussehen damit die Leute da gerne was reinwerfen.“
Nora (10) sagt, “das Projekt macht Spaß und man hat mal das Gefühl, dass es wirklich auch was hilft.”
Jetzt werden sich viele fragen, „gut, aber was hat das mit Lernen zu tun?“
„Die Kinder lernen bei solchen Aufgaben vielleicht mehr, als wenn sie sich etwas aus dem Lehrbuch raussuchen“, sagte Sabine Weiche. „Sie müssen ihr Projekt selbst entwickeln, sie müssen sich auf etwas einigen, also die Ideen und die Argumente abwägen. Sie sind alleine auf Recherche gegangen, sie haben sich überlegt, wie sie dokumentieren und präsentieren. Und es war interessant zu sehen, dass plötzlich Kinder zusammen arbeiten, die das vorher nicht unbedingt getan haben.“ Dann runzelt Frau Weiche die Stirn. : „Bei uns in Mathe heißt so etwas kompetenzorientiertes Lernen – und es ist mal was echtes und nicht nur eine Trockenübung.“

